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Zwei Männlein - zwei Weiblein...


Junglöwen im Allwetterzoo 



...bei den Löwenbabies!

Erst 13 Tage alt waren die Löwenbabys im Allwetterzoo Münster, als sie das erste Mal von Mutter „Zeta“ getrennt wurden. Anfangs reagierten sie recht gelassen und schauten eher neugierig in die Kamera-Objektive von Fotografen und Filmern. Doch als ein kleiner Löwe nach dem anderen aus dem Gehege gehoben wurde, war das Geschrei groß. Hatte der erste, der sich beim näheren Hinsehen als Männlein entpuppte, noch mit zaghaftem Stimmchen protestiert, so gab der letzte, ebenfalls männlich, das lauteste Gebrüll von sich. Aber alles Protestieren half nichts, der Gesundheitscheck musste sein. Und so wurde ein Junglöwe nach dem anderen als erstes auf die Waage gesetzt.

Danach untersuchte Tierärztin Dr. Sandra Silinski jeden Einzelnen. Augen, Zähne und den Nabel sah sie sich besonders gründlich an. Auch den Bauchbereich untersuchte sie und hörte Herz und Lungen ab. Dann maß sie die Temperatur – sie schwankte zwischen 37,3 und 37,7 ° Grad. Nun injizierte sie einen Transponder-Chip als unveränderbares Kennzeichen unter die Haut. Zum Schluss wurde es spannend, denn beim sogenannten „Sexen“ sollten Tierpfleger-Auszubildende das Geschlecht der Löwenbabys erkennen. 2,2 war das Ergebnis, also zwei männliche und zwei weibliche Tiere. Am schwersten war der „Brüller“, er brachte stolze 3,6 kg auf die Waage. Am leichtesten waren die beiden Mädchen mit 3,0 bzw. 3,2 kg.

Mutter „Zeta“ wartete derweil vor der Tür. Sie war mit sanftem Wasserstrahl zum Spaziergang in die Außenanlage „überredet“ worden. Dort lief sie zwar nervös, aber nicht sehr beunruhigt auf und ab. Immerhin ist es ihr vierter Wurf und sie weiß inzwischen, dass sie ihren Nachwuchs nach jeder Trennung wohlbehalten vorfindet. Als die Löwin zurück ins Innengehege durfte, ging sie prompt zu ihren Jungen. Anscheinend versicherte sie sich zunächst, dass keines fehlte, dann leckte sie jedes ihrer Babys gründlich ab und legte sich zufrieden auf die Seite.

Mittlerweile waren auch die Schieber zu den Nebenanlagen geöffnet worden und Vater „Jarah“ durfte zurück zu seiner kleinen Familie. Erstmalig war er nicht vor der Geburt von „Zeta“ getrennt worden. Er hatte sich bei den vorangegangenen Würfen als überaus friedvoller und zärtlicher Vater erwiesen. Deshalb wagte man das Experiment – und es hat geklappt! Wenn „Zeta“ meint, dass „Jarah“ den Jungen zu nahe kommt, genügt ein Knurren, um ihn in die Schranken zu weisen. Weicht er nicht schnell genug zurück, versetzt sie ihm auch mal eine Ohrfeige!

Entwurmt werden Junglöwen und ihre Mutter erstmals im Alter von etwa 14 Tagen und danach im zweiwöchigen Abstand bis zum Alter von drei Monaten. Das Mittel, das den Löwenbabys direkt ins Mäulchen gegeben wird, wirkt vorrangig gegen Spulwürmer. Sie werden durch die Muttermilch übertragen und stören das Verdauungssystem der Kleinen. Sind die Junglöwen sechs bis acht Wochen alt, werden sie zum ersten Mal geimpft. Die Impfung verhindert Katzenseuche und Katzenschnupfen. Die Wiederholungsimpfung, ergänzt durch den Schutz gegen Tollwut, folgt drei bis vier Wochen später.

20.09.07


Schmeckt das fies.... Entwurmung im Allwetterzoo



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