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Werden die Pinguine Europameister?


Jungtier (links) mit Elternpaar 



... möglich ist es schon!

Seit vielen Jahren schon ist der Allwetterzoo für seine „florierende“ Pinguinzucht bekannt. Auch 2007 zeigten sich die Vögel im Frack sehr fruchtbar: Es wuchsen 20 Jungpinguine heran. Diese Zahl wird im jährlich erscheinenden Zuchtbuch des „Europäischen Erhaltungszucht-Programms“ (EEP) veröffentlicht. János Szánthó vom Zoo Amsterdam, der Koordinator des EEP für die Brillenpinguine, war beeindruckt vom münsterschen Ergebnis. Er versichert Dr. Dirk Wewers, dem Kurator im Allwetterzoo, dass Münster „Europameister“ werden könnte: Mittlerweile lägen auch die Zahlen der anderen am EEP für Brillenpinguine beteiligten europäischen Zoos vor. Nur die Zoos von London und Paignton in Großbritannien haben Nachzuchterfolge von etwa 20 Tieren gemeldet, die Zahlen müssen allerdings noch bestätigt werden.

Brillenpinguine zählen zu den hoch bedrohten Tierarten und deshalb wurden die in Zoos lebenden Tiere in ein länderübergreifendes Zuchtprogramm aufgenommen - das EEP. Hauptursachen für die Bedrohung der Brillenpinguine sind die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume im Süden Afrikas, einhergehend mit Wasserverschmutzung und Überfischung. Laut der IUCN (Weltnaturschutzunion) besteht die Gefahr, dass diese Art in etwa 70 Jahren aussterben wird!

Wegen der akuten Bedrohung ist die hohe Fortpflanzungsrate bei den Pinguinen im Allwetterzoo besonders erfreulich. Und deshalb wird auch ein hoher Aufwand betrieben, damit möglichst viele Küken im Zoo heranwachsen. Zwar brüten die Pinguine die Eier selber aus und füttern ihre Küken rund 60 Tage mit vorverdautem Fischbrei. Doch danach verlassen die Jungvögel die Kolonie und erlernen hinter den Kulissen der Pinguinanlage das Fressen toter Fische. Im Meer würden die Nachwuchs-Frackträger sich zu Gruppen zusammenschließen und gemeinsam nach allem jagen, was glitzert. Die Futterfische im Zoo bewegen sich aber nicht! Deshalb bringen die Tierpfleger den Pinguinen in mehreren Schritten bei, dass sie auch von aufgetauten Fischen satt werden.

Pinguine „made in Münster“ leben mittlerweile in vielen europäischen Zoos, sei es in Amsterdam, Basel oder Straubing. „Brutsaison“ ist in Münster zweimal im Jahr: Küken schlüpfen im August und September und von Dezember bis Februar aus den Eiern. Die Jungpinguine haben anfangs ein eher graues Gefieder und sind noch lange von ihren typisch schwarz-weiß gezeichneten Eltern zu unterscheiden.

23.05.2008

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