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Nach 9 Monaten geschlüpft


Der Minidrache und seine "Ziehmutter" 



Mini Chamäleons im Allwetterzoo!

Um zwei junge Chamäleons zu präsentieren, die nur etwa 3 cm lang sind, hat Tierpflegerin Kristina Theobald neun Monate Zeit investiert! Das Weibchen der Kammchamäleons im Allwetterzoo hatte seine Eier im Terrarium im Obergeschoss des Aquariums abgelegt. Kristina nahm sie mit nach Hause in ihren Keller, weil es dort kühl genug ist. Im Aquarium ist es meist etwa 30 Grad warm, die Eier vertragen aber höchstens eine Umgebungstemperatur von 24 Grad. Im Freileben sucht die Mutter eine Eiablagestelle mit optimalen Bedingungen und kümmert sich dann nicht mehr um die Brut. Nach dem Schlupf sind die Kleinen auf sich gestellt.

Kristina Theobald legte die nach der Ablage gut 1 cm langen Chamäleon-Eier zu Hause in eine Kiste mit Vermiculit, das als Katzenstreu oder zur Wärme- und Schalldämmung verwendet wird. Sie kontrollierte regelmäßig die Feuchtigkeit des Granulats und achtete auf die Idealtemperatur von 22 Grad. Bis zum Schlupf am 31. Mai waren die Eier auf etwa 2,5 cm Länge angewachsen. Geschlüpft sind zwei gut 3 cm lange Mini-Chamäleons, die bei guter Ernährung recht schnell wachsen werden. Vorerst fressen sie nur winzige Fruchtfliegen, die sie schon selbst fangen. Damit die kleinen Reptilien satt werden, ist die Auswahl an Fliegen entsprechend groß. Jagderfolg hatten sie schon, was abgesetzter Kot beweist.

Im Allwetterzoo bewohnen die beiden Nachwuchs-Chamäleons zwei nebeneinanderliegende Terrarien hinter den Kulissen. Bewundern kann man als Besucher derzeit nur die grasgrüne Mutter, die getrennt vom braunen, in Paarungsstimmung rot werdenden Vater gehalten wird. Es ist nicht der erste Nachwuchs, den die beiden Kammchamäleons im Allwetterzoo haben. Vor gut einem Jahr schlüpfte ein Jungtier namens "Paul", der inzwischen beinahe so groß ist wie seine Eltern.

Chamäleons gehören zu den Reptilien. Es gibt ungefähr 160 verschiedene Arten, die in Afrika, auf Madagaskar, auf den Seychellen, im Mittelmeergebiet, Arabien, Indien und Sri Lanka Hause sind. Charakteristische Merkmale dieser Tiere sind die herausschleuderbare Zunge, ein Schwanz, der eingerollt werden kann, und Augen, die sich unabhängig voneinander bewegen. Chamäleons ernähren sich von Insekten, größere Exemplare fressen auch kleine Wirbeltiere. Chamäleons haben die Fähigkeit zum Farbwechsel . Früher glaubte man, dass sie sich damit an die Umgebung anpassen, um Räuber und Beute zu täuschen. Mittlerweile hat man aber herausgefunden, dass der Farbwechsel auf Faktoren wie Wohlbefinden, Krankheit, Angst oder Wärme. zurückzuführen ist.

07.06.2006

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