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Löwenäffchenwuchs


Ein Löwenäffchen in Münster 



Erster Nachwuchs bei den Goldenen Löwenäffchen im Allwetterzoo!

Am 28. Juli wurde das erste Jungtier bei den Goldenen Löwenäffchen im Allwetterzoo Münster geboren. Diese etwa eichhörnchengroßen Krallenaffen erinnern mit ihrer üppigen Mähne und ihrem goldgelben Fell tatsächlich an Löwen. Ihr Lebensraum sind die Regenwälder in einem kleinen Küstenstreifen im Osten Brasiliens. Hier leben sie meist in kleinen Gruppen zusammen, die aus den Eltern mit den Jungen mehrerer Jahre bestehen. Bei der Aufzucht von Jungtieren ist die gesamte Familie gefordert. Die Mutter wird nicht nur durch den Vater entlastet, sondern auch ältere Geschwister tragen die Jungen umher. Die Affen ernähren sich von Insekten und Früchten, von Spinnen, Schnecken, Eidechsen, Vogeleiern und kleinen Vögeln.

Es gibt insgesamt vier verschiedene Arten Löwenäffchen in Brasilien. Allesamt zählen sie zu den am stärksten von der Ausrottung bedrohten Säugetieren. Deshalb war der Allwetterzoo auch stolz, als er 2002 in das weltweit koordinierte Zuchtprogramm zur Rettung dieser Affen aufgenommen wurde. Aus den Zoos von Jersey und La Palmyre in Frankreich kam ein Zuchtpaar nach Münster. Leider starb das Weibchen samt Jungtier bei ihrer ersten Geburt aufgrund eines absolut zu engen Geburtsweges. Ein neues Weibchen aus dem Zoo Frankfurt zieht jetzt gemeinsam mit dem französischen Mann ihr erstes Junges auf. Der Winzling wurde anfangs stets dicht am Körper von Mutter oder Vater getragen. Jetzt turnt der Kleine zwar schon öfter allein im Gehege herum, doch bei ungewohnten Geräuschen kommt sofort ein Elterntier, schnappt sich den Kleinen und packt ihn sich auf den Rücken.

Goldene Löwenäffchen sind eines der Paradebeispiele für ein erfolgreiches Wiederauswilderungsprojekt. Die Art lebt ausschließlich im atlantischen Küstenregenwald Brasiliens nördlich von Rio de Janeiro. Nur 2 % ihres ursprünglichen Lebensraumes existieren heute noch. In den frühen 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, als die Gesamtzahl auf ein Minimum von etwa 200 Tieren gesunken war, wurde ein internationales Schutzprojekt gestartet, das mittlerweile alle möglichen Aspekte umfasst - von Zucht in Menschenobhut und Populationsmanagement über Renaturierungsbemühungen im natürlichen Lebensraum zu Wiederauswilderung und Umsiedlung.

Das Wiederauswilderungsprogramm wurde 1984 begonnen; 140 Zoos waren daran bislang weltweit beteiligt. Insgesamt 147 in Menschenobhut geborene Löwenäffchen wurden im Anschluss an ein umfangreiches Trainingsprogramm in die Wälder um das "Poço das Antas Biological Reserve" entlassen. Mittlerweile leben wieder rund 1.200 Goldene Löwenäffchen im Freiland. Seit 1991 läuft auch ein Programm, in dem wildgeborene Löwenäffchen aus kleinen Waldgebieten in ein großes, gut erhaltenes Waldgebiet, das zuvor der Staatlichen Eisenbahn gehörte, umgesiedelt werden.



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