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Kindersegen bei den Pferden im Wasser


Langschnauzen Seepferdchen im Allwetterzoo -  für eine größere Ansicht (z. B. als Bildschirmhintergrund für den PC) klick auf's Foto!



Seepferdchen-Mann bringt 81 Junge auf die Welt!

Erst vor einem guten halben Jahr waren Langschnauzen-Seepferdchen neu im Allwetterzoo eingetroffen. Die Tiere lebten sich in Münster nicht nur gut ein, sie haben sich sogar schon vermehrt. Das ist schnell - und es ist seit vielen Jahren der erste Zuchterfolg bei Seepferdchen im Allwetterzoo.

Nachwuchs ist bei den Seepferdchen Vätersache: Das männliche Tier ist mit einer Bruttasche ausgestattet, in die das Weibchen die Eier legt. Nach etwa drei Wochen werden durch Öffnen der Bruttasche bis zu 200 Junge vom Vater „geboren“. Dieser Vorgang erinnert an eine Geburt, denn das Tier krümmt sich wehenartig und stößt dabei die Jungen aus.

Am 22. Juli kamen geschätzt 60 Junge auf die Welt. Als die anfangs nur wenige Millimeter großen Mini-Seepferdchen heranwuchsen wurden sie in ein größeres Becken umgesetzt. Dabei konnten die Pflegerinnen genau zählen und kamen auf stolze 81 Nachwuchs-Fische! Das zweite Männchen war anscheinend zu schnell: Seine am 31. Juli geborenen etwa 40 Jungen waren zu klein und nicht ausreichend entwickelt. Sie haben leider nicht überlebt.

Der erfolgreiche Vater kümmert sich allerdings nicht mehr um seine Sprösslinge. Die Mini-Seepferdchen wurden nach der Geburt in ein separates Becken gesetzt, damit sie nicht aus Versehen gefressen werden. Die Aufzucht bewältigen die Pflegerinnen - und das ist eine langwierige und zeitaufwändige Angelegenheit. Ernährt werden die Mini-Seepferdchen mit winzigen Krebsen. Inzwischen hat der Nachwuchs die ersten kritischen Wochen überstanden. Die Jungtiere sind anfangs besonders anfällig für Krankheiten und reagieren auch auf Veränderungen sehr sensibel.

Seepferdchen sind tatsächlich echte Fische, die sich allerdings aufrecht fortbewegen. Bei genauem Hinsehen erkennt man eine schnelle wellenförmige Bewegung der kleinen Rückenflosse und der Brustflossen, wobei die einzelnen Flossenstrahlen bis zu 70mal in der Sekunde von der einen Seite auf die andere schlagen. Mit ihrem langen, flossenlosen Wickelschwanz verschaffen sie sich an Gegenständen - selbst bei starken Meeresströmungen - festen Halt. Die Beute, meist Kleinkrebse und Fischlarven, wird mit einem kräftigen Sog in das Röhrenmaul eingesaugt. Bemerkenswert sind die kleinen Augen der Seepferdchen, die wie beim Chamäleon unabhängig voneinander bewegt werden.

Seepferdchen kommen ausschließlich im Meer vor. Die in Münster lebende Art hat ihre Verbreitung im Indopazifik. Erwachsen sind die Tiere hellgelb und können bis zu 25 cm lang werden. Die „Babys“ sind noch milchig durchsichtig.

11.08.2008


Tolles Ganzkörperportrait von Christoph Matzke fotografiert



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