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Grosse Sorge um Gana


Untersuchung in Narkose im Gorillahaus Prof. Dr. H. Van Aken, Tierpflegerin Bärbel Uphoff, Oberarzt Dr. P. Baierlein (v. l.)



Gestern wurde die Gorillamutter von Spezialisten des UKM untersucht!

Im Allwetterzoo Münster machten sich Zoologen und Tierpfleger zum Jahreswechsel um das Gorillaweibchen „Gana“ große Sorgen. Die 12jährige „Gana“ war seit Tagen krank, zeigte eine zunehmende Schwäche sowie Erbrechen und Appetitlosigkeit. „Ganas“ Zustand schien mehr und mehr zur Gefahr für ihr im August 2009 geborenes Kind „Claudia“ zu werden. Deshalb bat der Zoodirektor den Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Münster, Prof. Dr. N. Roeder, einmal mehr um Hilfe. Nach Klärung aller hygienischen und technischen Aspekte und mit Unterstützung der Abteilung Logistik des UKM wurde „Gana“ gestern von einem Expertenteam verschiedener Kliniken des UKM während einer knapp dreistündigen Narkose im Allwetterzoo untersucht.

Der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Prof. Dr. H. Van Aken und Oberarzt Dr. B. Ellger sowie der Internist und Gastroenterologe Prof. Dr. H. Schmidt und Oberarzt Dr. P. Baierlein führten eine Ultraschalluntersuchung, eine Endoskopie des Magens und Röntgenaufnahmen durch. Als Ursache für das Krankheitsbild von „Gana“ diagnostizieren sie eine akute Unterfunktion des gesamten Verdauungsapparates. Noch unter der Narkose konnte durch Medikamente die Darmtätigkeit wieder angeregt werden. Weitere Behandlungen werden nach Auswertung der vorliegenden Befunde festgelegt.




Gana schläft tief und fest 



Während der gesamten Dauer der Untersuchung kümmerte sich die zweite Gorillamutter im Allwetterzoo zur Erleichterung des Zooteams um „Ganas“ fünf Monate alte Tochter „Claudia“, das Patenkind der ARD-Wetterfrau Claudia Kleinert. „Changa-Maidi“ trug „Claudia“ mit sich umher und achtete darauf, dass ihr eigener zwei Jahre alter Sohn „Thabo“ seiner Halbschwester gegenüber nicht zu aufdringlich wurde. Am Ende der Behandlung konnten die Pfleger der noch narkotisierten „Gana“ ihre Tochter wieder auf den Bauch legen. Schnell fand „Claudia“ auch die vertraute Nahrungsquelle und trank noch während des Aufwachens der Mutter.

Das Zooteam und die Mediziner hoffen nun, dass „Gana“ schnell wieder zu Kräften kommt und ihre Tochter „Claudia“ sich weiterhin so prächtig entwickeln kann. Großer Dank gilt der Leitung und den verantwortlichen Ärzten des UKM für die wichtige und schnelle Hilfe. Im zu Ende gegangenen internationalen „Jahr des Gorillas“ zeigten die Ärzte ein großes Herz für die akut von der Ausrottung bedrohten „sanften Riesen“.

05.01.2010


Fürsorgliche Ziehmutter: Changa kümmert sich während des Eingriffs um Claudia! Fotos Jörg Adler



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