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"Gana" ist weiterhin sehr krank


Gana nach ihrer Ankunft in der Tierklinik 



Trotz zahlreicher Untersuchungen gibt es immer noch keine eindeutige Diagnose!

Das Gorillaweibchen „Gana“ wurde heute zu einer speziellen Untersuchung in die Tierklinik Hochmoor in Gescher gebracht. Nachdem sie seit Jahresbeginn offensichtlich krank war, hatte sie sich unter der Wirkung von Kortison etwas erholt, wurde aber seit Mittwochnachmittag zunehmend schwächer. Ihr Zustand verschlechterte sich am Donnerstag dramatisch. Sie erschien apathisch und völlig kraftlos. Das ging so weit, dass ihr ohne Narkose eine Infusion gelegt werden konnte. Hierdurch wird ihr die notwendige Flüssigkeit zugeführt, rund drei Liter am Tag. Einige äußere Anzeichen deuten auf einen Tumor im Kopf des Gorillaweibchens hin. Sie zeigt beispielsweise Koordinierungsprobleme hauptsächlich des rechten Arms und das typische „Vorbeigreifen“ an Gegenständen. Um dieser Vermutung nachzugehen, untersuchten zwei Ärzte des Universitätsklinikums Münster (UKM) „Gana“ am 14. Januar erneut. Durch die Untersuchung des Augenhintergrundes konnte ein erhöhter Schädelinnendruck und damit ein großflächiger Tumor ausgeschlossen werden. Eine eindeutige Diagnose war jedoch nicht möglich.

Am gestrigen medizinischen Einsatz des UKM im Allwetterzoo waren Prof. Dr. Holger Busse, der Direktor der Klinik für Augenheilkunde, und Dr. Hendrik Freise von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin beteiligt. Der Zoo dankt für die erneute und äußerst wertvolle Hilfe durch die Humanmediziner.

Die letzte Chance, eventuell eine Ursache für „Ganas“ Erkrankung zu finden, war die Tierklinik Hochmoor. Dort sollte eine Computer-Tomografie (CT) Aufschlüsse geben. In die Tierklinik Hochmoor wurde „Gana“ sediert gefahren, begleitet vom Anästhesisten Dr. Hendrik Freise und Carsten Ludwig, dem Tierarzt des Allwetterzoos. Auch Dr. Dirk Wewers, der Kurator des Zoos und Bärbel Uphoff, Revierleiterin bei den Menschenaffen und seit Jahren mit „Gana“ vertraut, fuhren mit nach Hochmoor. Eskortiert wurde der Transport von der Polizei, um das kranke Gorillaweibchen so schnell wie möglich und ohne verkehrsbedingte Störungen nach Hochmoor zu bringen. Hierfür dankt der Zoo der münsterschen Polizei.




Gana im CT von links Bärbel Uphoff, Dr. Freise, Carsten Ludwig



„Gana“ hat die Untersuchung und die Fahrt gut überstanden und befindet sich jetzt wieder in ihrer gewohnten Umgebung im Allwetterzoo, vereint mit ihrer Tochter. Doch leider gibt es derzeit keine eindeutige Diagnose. Die CT-Bilder werden noch von Humanmedizinern ausgewertet. Mit einem Ergebnis ist frühestens am Montag zu rechnen. Im Zoo hat man die Hoffnung, dass sich dadurch doch noch ein Ansatz für eine Therapie ergibt.

„Ganas“ Tochter „Claudia“ geht es den Umständen entsprechend immer noch gut. Sie hat sich mittlerweile an das Zufüttern von Babymilch durch die Pfleger gewöhnt. Das halbjährige Gorillamädchen nimmt inzwischen sogar den größten Teil der notwendigen Nahrung auf diese Weise zu sich, trinkt aber auch noch an der Mutterbrust. Im Allwetterzoo hat man die Hoffnung, dass „Claudia“ in Münster bleiben kann. Sie muss allerdings vom Rest der Gruppe akzeptiert und idealerweise von „Changa“ oder „Fatima“ adoptiert werden. Dieses Vorgehen wurde mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungs-Zuchtprogramms abgestimmt. Sollte der Versuch misslingen, „Claudia“ allein und ohne Mutter in die Gruppe zu integrieren, bleibt als zweite Lösung der Umzug in die Gorilla-Kinderstube im Stuttgarter Zoo „Wilhelma“. Hier wächst auch schon „Ganas“ erste Tochter „Mary Zwo“ heran.

15.01.2010


Voller Sorge 



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