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Der Schwarze Peter


Kommt er schon? 



...zieht vom Aasee in den Allwetterzoo um!

Im Frühjahr 2006 tauchte auf Münsters Aasee ein Trauerschwan auf. Er verliebte sich in ein weißes Tretboot in Schwanengestalt. Sehr bald machte das ungleiche Paar Schlagzeilen und viele Menschen kamen an den Aasee, um die „Liebenden” zu sehen.
Als der Winter nahte, sollte das Tretboot den Aasee verlassen. Nun sorgten sich die Menschen: Was macht der Schwarze Schwan ohne seine weiße Kunststoff-Gefährtin? Die Rettung fand sich am anderen Ende des Aasees: Im Allwetterzoo gibt es für den „Schwarzen Peter” und das Schwanentretboot ein sicheres Zuhause. Hier werden beide bis zum nächsten Frühjahr bleiben - wenn alles nach Plan klappt!
Den Transport des Tretboots in den Zoo organisiert die Yachtschule Overschmidt. Deren Inhaber Peter Overschmidt ist als Besitzer des Schwanenbootes quasi zum „Medienbeauftragten“ des Schwarzen Schwans geworden. Zoodirektor Jörg Adler und Tierpfleger des Vogelreviers werden den Schwan auf seiner mehrtägigen Reise in den Zoo regelmäßig besuchen und füttern.
Die am Aasee ansässige Westdeutsche Landesbausparkasse (LBS) hat entsprechend ihrem Slogan, „Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause“, dem „Schwarzen Peter“ ein neues Zuhause ermöglicht. Sie unterstützt den Zoo und finanziert die Umzugs-, „Miet“- und Futterkosten für das Pärchen im Winterquartier. Weitere Spenden, die für die Überwinterung des "Schwarzen Peter" im Zoo bereits in Aussicht gestellt wurden, sollen in einen "Schwanenfonds" einfließen, der von der Stiftung Artenschutz eingerichtet wird. Damit wird der "Schwarze Peter" zum Botschafter für Schwäne und deren bedrohte Lebensräume.

Zeitplan

Donnerstag, 2. November, 10 Uhr
Das Tretboot wird von der Yachtschule Overschmidt zur ersten Station geschleppt und in der Nähe der Torminbrücke fest gemacht. Zoodirektor Jörg Adler und Tierpflegerin Monika Ewering werden den Schwarzen Schwan vom Boot aus füttern.

Samstag, 4. November, 10 Uhr
Die zweite Station für das Tretboot samt Schwan ist auf der Höhe des Anlegers Mühlenhof. Erneute Fütterung durch Zoodirektor und Tierpfleger Ralf Nacke

Montag, 6. November, 10 Uhr
Die dritte Station ist im Bereich der Einfahrt zum Zookanal. Wiederum Fütterung durch Zoodirektor und Tierpfleger.

Mittwoch, 8. November, 10 Uhr
Die vierte Station ist im Bereich des Zookanals, also im Zoogelände, zwischen der Gepardanlage und der Liegewiese. Auch hier Fütterung durch Zoodirektor und Tierpfleger.

Donnerstag, 9. November, 10 Uhr
Das Tretboot wird zum flachen Ufer des Zookanals hinter dem Löwenhaus geschleppt. Vier starke Männer hieven es aus dem Wasser. Tierärztin Dr. Sandra Silinski checkt den Gesundheitszustand des Vogels, der seinem "Partner" hoffentlich gefolgt sein wird. Dann werden beide zum Winterquartier auf den großen Teich neben der Elefantenanlage gebracht.

Schwarze Schwäne

Der Schwarze Schwan oder Trauerschwan ist der australische Vertreter der acht Schwanenarten, die auf allen Kontinenten außer Afrika vorkommen. Neben Süd-, Ost- und Westaustralien brütet der Schwarze Schwan auch auf der Insel Tasmanien. Anders als die drei in Mitteleuropa heimischen Schwanenarten ist der Schwarze Schwan kein Zugvogel. Er ist allerdings nicht standorttreu. Schon kleine Störungen wie anhaltender Lärm veranlassen die Vögel, sich an anderer Stelle im Umkreis von etwa 100 km niederzulassen. In Deutschland wird der Schwarze Schwan gelegentlich als Ziervogel in Parkanlagen gehalten. Entflogene Schwäne haben auch schon vereinzelt im Freiland gebrütet. Man kann sie im Münsterland zur Zeit entlang der Ems oder auf dem Dülmener See regelmäßig beobachten.

Wie alle Schwäne sind auch die schwarzen streng monogam. Sie brüten aber gerne in Kolonien und errichten ihre großen Nesthügel häufig nur eine Halslänge vom Nachbarn entfernt. Beide Elternvögel sind sowohl am Nestbau als auch an der Jungenaufzucht beteiligt. Ihre bevorzugte Nahrung sind Wasserpflanzen und Algen, die sie gerne in flachen Seen mit lang ausgestrecktem Hals vom Gewässergrund abweiden. Außerdem fressen sie gerne Samen, Gras und auch Blätter von ufernahen Bäumen.

Im Allwetterzoo leben derzeit drei erwachsene Trauerschwäne und drei im Januar 2005 geschlüpfte Jungschwäne.

Der „Schwarze Peter“ als Botschafter für bedrohte Schwäne

Als die öffentliche Diskussion um ein geeignetes Winterquartier für den „Schwarzen Peter“ begann, stellten etliche Münsteraner dem Zoo sogar Spenden in Aussicht, sollte er den Schwan aufnehmen. Ein am Aasee wohnender Tierfreund überwies dem Zoo auch schon Geld. Weil die am Aasee ansässige Westdeutsche Landesbausparkasse (LBS) dem „Schwarzen Peter“ bereits sein neues Zuhause ermöglicht und die Umzugs-, „Miet“- und Futterkosten somit ausreichend gedeckt sind, würde der Zoo weitere Spenden gern für einen „Schwanenfonds“ verwenden. Der „Schwanenfonds“ wird von der ebenfalls in Münster ansässigen Stiftung Artenschutz verwaltet. Mit Mitteln aus diesem Fonds könnten bereits bestehende Projekte unterstützt werden, die sich dem Schutz freilebender Schwäne widmen. Singschwan und Zwergschwan sind beispielsweise zu Zugzeiten auch in Deutschland anzutreffen. Sie brüten in der skandinavischen Tundra-Region, die durch Klimaveränderungen stark gefährdet ist. Schutzmaßnahmen in diesem Lebensraum werden immer notwendiger

26.10.06


Trauerschwäne im Allwetterzoo 



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