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Claudio ist tot


Claudio hüpft wie ein "Wiesenfloh" Mitte Juli durch's Affricaneumgras



Das Gorillababy „Claudio“ ist unerwartet gestorben!

Nur gut drei Monate wurde „Claudio“ alt, der jüngste Nachwuchs bei den Flachland-Gorillas im Allwetterzoo Münster. Mutter des Kleinen ist „Gana“, die im letzten Jahr durch die Vernachlässigung ihres ersten Kindes Schlagzeilen gemacht hatte. „Mary Zwo“ wurde damals in kritischem Zustand der Mutter abgenommen, im Uni-Klinikum Münster behandelt und dann in die Gorilla-Kinderstube des Stuttgarter Zoos gebracht. Ihr geht es mittlerweile sehr gut. Mit „Claudio“ ging die elfjährige Gorillamutter anfangs wesentlich besser um als mit ihrem ersten Nachwuchs. Zwar zeigte sich „Gana“ immer noch etwas nachlässig und nicht so besorgt um ihr Kind wie „Changa“, das ältere Gorillaweibchen in Münster - doch „Claudio“ entwickelte sich offensichtlich recht gut. In den letzten Wochen sah man ihn sogar öfter mit dem ein halbes Jahr älteren „Thabo“ spielen.

Mitte letzter Woche erschien „Claudio“ relativ müde. Man kaufte Babynahrung, um notfalls mit einer Flasche durch ein Gitter zufüttern zu können. Am Freitag hat der kleine Gorilla noch an Mutters Brust getrunken, doch am Samstag, 16. August, sah er deutlich geschwächt aus und zeigte am Mittag nur noch geringe Lebenszeichen. Zoologische Leitung und Tierpfleger waren sich einig, „Gana“ den Sohn nicht abzunehmen. Er ist dann im Laufe des Nachmittags gestorben und wurde noch am heutigen Sonntag von der Mutter getragen. Gorillas brauchen einen längeren Zeitraum, um sich von toten Artgenossen zu verabschieden - und diese Zeit lässt man der Mutter. Zoomitarbeiter informieren am Gehege die Besucher über das Geschehen, das den einen oder anderen irritieren mag. Was die Ursache für „Claudios“ Tod ist, wird eine entsprechende Untersuchung zeigen.

17.08.2008


Gana nimmt Abschied - Claudio sieht am Sonntag, dem 17.8. ganz friedlich aus, so als ob er im Schlaf lächeln würde...



Erleichterung im Allwetterzoo

Das Gorillaweibchen „Gana“ konnte von ihrem toten Baby getrennt werden!

Tierpfleger, Zooleitung und sicher auch unzählige Zoofreunde sind erleichtert, weil „Gana“ von ihrem toten Sohn „Claudio“ getrennt werden konnte. Schon seit zwei Tagen hatte sie das am vergangenen Samstag gestorbene Gorillababy hin und wieder drei bis fünf Meter entfernt liegen lassen, allerdings nur für kurze Zeit. Etliche Versuche der Tierpfleger, die Gorillamutter mit Leckereien von ihrem toten Kind abzulenken, verliefen erfolglos. Am Donnerstagabend hätte ein erster, gut vorbereiter Trennungsversuch fast zum Erfolg geführt, doch „Gana“ erkannte zu schnell das Vorhaben der Pfleger. Heute Mittag hat es nun endlich geklappt! Revierleiterin Bärbel Uphoff erzählt: „Wir haben erst spät das Innengehege gesäubert, alle Gorillas waren im Wintergarten. Als wir die Schieber öffneten, ging „Gana“ in einen der Schlafkäfige im Haus und legte ihr Baby dort ab. Eine Kollegin lockte sie mit Bananen und Rosinenbrot - das bekommen die Tiere nur ganz, ganz selten - und ich machte schnell den Schieber zu.“ Im Allwetterzoo hofft man nun, dass „Gana“ das Geschehen der letzten Tage bald vergessen kann. Der Körper des toten Gorillajungen wird noch heute in das Deutsche Primaten-Zentrum in Göttingen gebracht. Die Wissenschaftler werden das Tier untersuchen, um möglichst die Todesursache zu ermitteln.

22.08.2008


Gana mit dem noch ganz winzigen Claudio nur wenige Tage nach der Geburt



Obduktionsergebnis läßt Stein vom Herzen fallen

Gorillamutter „Gana“ hat ihren Sohn „Claudio“ nicht vernachlässigt!

Inzwischen liegt dem Allwetterzoo Münster der Sektionsbericht des Deutschen Primatenzentrums Göttingen (DPZ) vor. Dorthin war das am 16. August gestorbene, 13 Wochen alte Gorillababy „Claudio“ am Freitag der letzten Woche gebracht worden. „Gana“, die Mutter von „Claudio“, hatte ihren toten Sohn sieben Tage lang mit sich herum getragen. Deshalb wies der zu untersuchende Körper schon starke Zeichen der Verwesung auf.

Das Ergebnis der Obduktion durch die Pathologen des DPZ erleichtert Tierpfleger, Zooleitung und sicher zahllose Zoofreunde; denn es steht jetzt fest, dass „Gana“ keine Schuld am Tod ihres zweiten Kindes trägt. „Claudio“ wies lt. Aussagen der Wissenschaftler einen guten Ernährungszustand auf. Auch wurden am Tierkörper keine Anzeichen von zu Lebzeiten entstandenen Verletzungen gefunden. Wahrscheinlich hat eine akute Darmentzündung zum sehr raschen Tod des Kindes geführt. Es stehen allerdings noch die Ergebnisse weiterführender Untersuchungen von Gewebeproben aus.

27.08.08


Am 27. Juli ist Claudio noch putzmunter und spielt mit glänzenden Augen mit Mamas Futter



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