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Borneoausstellung eröffnet


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Zu Besuch bei den Waldmenschen!

Zoodirektor Jörg Adler und Artenschutzexperte Stefan Ziegler vom WWF (World Wide Fund for Nature) eröffneten am 19. Juni gemeinsam eine Borneo-Ausstellung im Allwetterzoo Münster. Die WWF-Schau informiert Zoo-Besucher über das Leben der Orang-Utans (malaiisch für "Waldmenschen") in den ältesten Regenwäldern der Erde auf der südostasiatischen Insel Borneo. "Mit der WWF-Ausstellung möchten wir unseren Besuchern die Faszination und die Bedrohung der Orang-Utans nahe bringen. Der Zoo Münster und der WWF sind natürliche Partner im Kampf für die Artenvielfalt", erläuterte Jörg Adler.

Die Ausstellungstexte sind auf Säulen gedruckt und so aufgestellt, dass der Besucher den Eindruck gewinnt, er liefe durch einen Tropenwald. Großflächige Bilder zeigen Borneos Landschaften, über allen thronen Orang-Utans. Die Schau beantwortet viele Fragen: Wie sieht es bei den "Waldmenschen" zu Hause aus? Was machen Orang-Utans den ganzen Tag? Bauen sie wirklich Nester wie ein Vogel? Warum sind sie so bedroht? Was können wir in Deutschland für die Orang-Utans und ihren Lebensraum, den Tropenwald, tun? Die Ausstellung - die zeitgleich in 14 deutschen Zoos gezeigt wird - ist Teil einer WWF-Kampagne zur Rettung der Regenwälder Borneos. "In wenigen Jahren könnte der Orang-Utan-Wald auf Borneo abgeholzt sein. Alle 20 Sekunden verschwindet Regenwald von der Größe eines Fußballfeldes", berichtet WWF-Experte Stefan Ziegler. "Wir müssen den rasanten Kahlschlag stoppen. Sonst werden die Orang-Utans 2020 nahezu ausgestorben sein." Seit Mitte der 1990er Jahre sei die Zahl der Borneo-Orang-Utans dramatisch von 150.000 auf 55.000 gesunken.

Die Ausstellung fordert Kinder und Erwachsene auf, sich an einer WWF-Mitmachaktion zu beteiligen. Die Naturschützer fordern einen transparenten Markt für Tropenholz. Die Regierung müsse dafür sorgen, dass kein illegal geschlagenes Holz auf dem deutschen Markt angeboten werden kann. "Zu oft steckt in Gartenmöbeln, Holzfenstern oder Papier noch wertvoller Orang-Utan-Wald", betont Ziegler. Zudem engagiert sich der WWF auf der Drei-Staaten-Insel Borneo für ein riesiges Schutzgebiets-Netzwerk. Das "Herz von Borneo" soll einmal 220.000 Quadratkilometer Tropenwald - nahezu die Fläche der alten Bundesrepublik - vor dem Kahlschlag retten. Die drei Länder Indonesien, Malaysia und Brunei haben mit Unterstützung des WWF eine entsprechende Initiative eingeleitet. "Wenn wir in Deutschland zeigen, dass uns das Überleben der Orang-Utan-Wälder am Herzen liegt, hat auch das Herz von Borneo eine Chance", ist sich Stefan Ziegler sicher.

Die Borneo-Ausstellung des WWF ist bis Ende 2005 im Allwetterzoo Münster zu sehen.

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