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Alles Hoffen vergebens...


Breitmaulnashornkälbchen "Limpopo" im Thüringer Zoopark Erfurt.



Das im Allwetterzoo erwartete Nashornbaby hat nur 45 Minuten gelebt!

Neun Tage und Nächte, rund um die Uhr, haben die achtköpfige Tierpflegermannschaft um Revierleiter Michael Adler sowie Zoodirektor Jörg Adler und Tierärztin Dr. Sandra Silinski auf die bevorstehende Geburt eines Nashornkalbes gewartet. In den frühen Morgenstunden des 26. Juli war es dann endlich soweit, die sogenannte Austreibungsphase begann. Gegen 6.15 Uhr platzte die Fruchtblase und das Kalb rutschte auf den strohgepolsterten Boden des Geheges. Emmi, die Nashornkuh, verhielt sich anfangs vorbildlich, roch an dem Kalb, leckte an der Fruchthülle und alles schien gut zu gehen. Dann jedoch attackierte sie das Kalb plötzlich mit dem Horn. Auf einen solchen Zwischenfall waren zwar alle vorbereitet, aber dennoch wollte man der Mutter eine Chance geben. Nach dem heftigen Stoß griffen die Pfleger sofort ein, trennten Emmi in einer dramatischen Aktion ab und brachten das Kalb in Sicherheit. Es schien unbeschadet zu sein, bewegte sich und rief nach der Mutter. 45 Minuten später jedoch hörte es auf zu atmen. Sofortige Mund-zu-Maul-Beatmung brachte keinen Erfolg: das Kalb war tot!

Pfleger und Zooleitung sind schockiert und können ihre Gefühle kaum äußern. Sie haben in der Vorbereitung auf die Geburt alles getan, um einen solchen Ausgang zu verhindern; denn das erste Kalb von Nashornkuh Emmi starb vor beinahe fünf Jahren auf ähnliche Weise. Vorbeugende Maßnahmen waren u.a. ein Ruftraining, um Mutter und Kalb rasch trennen zu können oder das Üben mit einem strohgefüllten Jutesack, um Emmi auf "Fremdkörper" im Gehege vorzubereiten. Die Pfleger ließen die Kuh weitgehend allein und überwachten über Monitore ununterbrochen ihr Verhalten.

Eine Erklärung für den Angriff auf das eigene Kalb gibt es nicht, allerdings weiß man, dass Tiere in Zoos nach Geburten gelegentlich anders reagieren als in der Natur. Dennoch ist die Haltung und die Zucht bedrohter Tierarten in menschlicher Obhut ein wichtiger Beitrag zur Arterhaltung. Wie alle Nashörner sind auch die im Allwetterzoo lebenden Breitmaulnashörner stark von der Ausrottung bedroht. In der Vergangenheit hatten zwei andere Nashornkühe im Allwetterzoo ihre Jungtiere vorbildlich aufgezogen. Sowohl Emmi als auch ihre Mutter Emily wurden in Münster geboren. Weil es in Europa in diesem Jahr erst drei Geburten bei Breitmaulnashörnern gegeben hat, ist man in Münster umso trauriger, dass das Kalb nach 16 Monaten Warten - so lange dauert die Trächtigkeit - auf diese Weise starb.

Das im Allwetterzoo Münster geborene Nashornkalb wurde von der Mutter tödlich verletzt!

Das am Dienstagmorgen (26.7.) im Allwetterzoo Münster geborene Nashornkalb ist wie schon vermutet an den Folgen einer inneren Verletzung gestorben, die ihm von der Mutter zugefügt wurde. Dieses Ergebnis brachte eine Untersuchung im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung, in das das Kalb nach seinem Tod gebracht wurde. Nur ein Stoß hatte genügt, um einen Leberabriss zu verursachen, der letztlich zum inneren Verbluten führte. Die Mutter, Breitmaulnashornkuh Emmi, ist zur Zeit noch müde und geschwächt, wird aber baldmöglichst in die Gruppe und damit auch zum Bullen Harry gelassen.

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